Artist Statement

 

Rückschlag, Aufbruch, Leuchten: Kunst für selbstbestimmte Wege

 

Meine Kunst entsteht aus der Frage, wie persönliches Wachstum wirklich aussieht, wenn man es nicht glättet: als Weg mit Rückschlägen, Neuanfängen, Mutmomenten – und mit der Erkenntnis, dass Unvollkommenheit kein Hindernis ist, sondern Teil der eigenen Freiheit. In einer Zeit, in der viele sich von äußeren Einflüssen, Tempo und Erwartungen treiben lassen, möchte ich einen Gegenraum öffnen: einen Ort, an dem Selbstbestimmung wieder spürbar wird.

Ich arbeite aus Emotion, Stimmung und unmittelbaren Eindrücken heraus. Kulturelle Entwicklungen und die Dynamik sozialer Medien fließen ebenso in meine Bildwelt ein wie leise innere Prozesse: Resilienz, Selbstreflexion, Mindset. Meine Vielseitigkeit ist kein Stilbruch, sondern Ausdruck einer Persönlichkeit, die sich bewegt, lernt und verändert. Jeder Pinselstrich trägt diese Bewegung in sich – leidenschaftlich, lebendig, entschieden.

Farbe ist dabei mein stärkstes Kommunikationsmittel. Ausdrucksstarke Kompositionen, Spannung und Leuchtkraft ziehen den Blick an und halten ihn fest – nicht um zu überwältigen, sondern um Energie zu übertragen. In meinen Werken geht es um das Gefühl, sich wieder aufzurichten, den eigenen Kurs zu wählen und mit Zuversicht weiterzugehen. Leichtigkeit und Freude dürfen dabei ebenso präsent sein wie Tiefe und Reibung.

Meine Bilder ermutigen dazu, den eigenen Weg nicht nach fremden Maßstäben zu bewerten. Sie erinnern daran, dass Wachstum nicht Perfektion braucht, sondern Lernbereitschaft, Selbstakzeptanz und Mut zur eigenen Wahrheit. Wenn meine Kunst Menschen darin bestärkt, freier zu entscheiden und sich selbst treu zu bleiben, erfüllt sie ihren Sinn – als geteilte Erfahrung, die verbindet.

 

 

Vom Zahlenkorsett zur Farbenfreiheit – Uschi Wöppels Weg zurück zur Kunst

 

Uschi Wöppel, geboren 1990 und heute in Tauberbischofsheim zu Hause, entdeckte ihre Leidenschaft für bildende Kunst bereits in der Schulzeit – verlor sie jedoch zunächst aus dem Blick, als das Leben sie in einen sicheren, analytischen Berufsweg führte. Als Steuerassistentin und später im Controlling arbeitete sie in einer Welt aus Zahlen, Regelwerken und klaren Vorgaben. Nach außen funktionierte alles, doch innerlich blieb ein Gefühl von Enge: Die schöpferische Seite in ihr hatte keinen Raum, die eigene Ausdruckskraft blieb ungenutzt. Je länger sie in diesem Korsett aus Logik und Pflichterfüllung arbeitete, desto deutlicher wurde der Wunsch, sich davon zu lösen – frei zu werden von inneren Zwängen und wieder in die eigene Entfaltung zu kommen.

Als sie erneut zum Pinsel griff, war es, als würde etwas längst Wartendes aufatmen. Plötzlich konnten Gedanken und Gefühle, die sich über Jahre angestaut hatten, sichtbar werden. Aus dem ersten Zurückfinden entstand unmittelbar der Drang, weiterzugehen, sich zu entwickeln und konsequent zu malen. Mit jedem Werk wuchs die innere Notwendigkeit – nicht als gelegentliche Inspiration, sondern als beständige Bewegung.

Ihre Arbeiten entstehen meist ohne festes Konzept, getragen von spontanen Impulsen. Im Prozess sprudeln Ideen: Farbe, Linie, Form, Material, Kontrast. Uschi Wöppel liebt das Grenzenlose und kombiniert Acryl mit Pigmenten, Pastell, Spray, Strukturpasten und Glanzfolien. Gold, Silber, Bronze und Neon setzen Lichtpunkte, erzeugen Spannung und verleihen den Bildern eine besondere Energie und Präsenz.

Ihre Werke finden zunehmend Käufer und stoßen auch international auf wachsendes Interesse. Auch Kunstexperten sind auf ihre Arbeiten aufmerksam geworden – ein Zeichen dafür, dass ihre intuitive, materialstarke Bildsprache eine klare Resonanz erzeugt. Uschi Wöppel steht für Malerei, die nicht erklärt werden will, sondern wirkt: frei, mutig und unmittelbar.